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Lesser Shades of Evil

Lesser Shades of Evil – dunkle Science Fantasy, digitale Götter und eine Welt nach dem Untergang

Lesser Shades of Evil ist ein ungewöhnliches Science-Fantasy-Rollenspiel, in dem eine düstere mittelalterliche Welt die Überreste einer unfassbar fortschrittlichen Vergangenheit verbirgt. Tausende Jahre nach dem Untergang der alten Welt leben gewöhnliche Menschen zwischen Legenden, Religion und Aberglauben – ohne zu verstehen, dass manche ihrer Götter, Dämonen und übernatürlichen Wesen in Wahrheit mit der Technologie des First Age verbunden sind.

Die Spieler können unter anderem Angelions verkörpern: beinahe unsterbliche körperlose Wesen, die als digitale Muster existieren und zwischen unterschiedlichen physischen Formen wechseln können. Dadurch entstehen Kampagnen voller dunkler Fantasy, verlorener Technologie, gewaltiger Kräfte, moralischer Konflikte und Geheimnisse über eine Vergangenheit, die von der heutigen Welt längst missverstanden wurde.

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So bewerten wir unsere gebrauchten Rollenspielbücher

Unsere gebrauchten Rollenspielbücher werden nach ihrem Zustand bewertet, damit ihr sofort sehen könnt, was euch erwartet. Von schönen Exemplaren mit wenigen Gebrauchsspuren bis zu Büchern, die bereits viele Abenteuer erlebt haben – aber weiterhin gut spielbar sind.

 
A Grade - gebrauchtes Rollenspielbuch
A GRADE
Das Buch ist in gutem Zustand. Es kann leichte Gebrauchsspuren aufweisen.
B Grade - gebrauchtes Rollenspielbuch
B GRADE
Das Buch wurde bereits häufiger benutzt und weist leichte Gebrauchsspuren auf. Es können kleinere Einträge vorhanden sein oder einzelne Seiten Eselsohren haben.
C Grade - gebrauchtes Rollenspielbuch
C GRADE
Das Buch weist sichtbare Gebrauchsspuren auf. Es können deutliche Knicke, Einträge oder stärker abgenutzte Ecken vorhanden sein.
D Grade - gebrauchtes Rollenspielbuch
D GRADE
Das Buch weist deutlich stärkere Gebrauchsspuren auf. Es wurde viel benutzt und kann zum Beispiel lose Seiten haben, ist aber weiterhin verwendbar.
 

Second Age – Fantasy auf den Ruinen einer vergessenen Zukunft

Lesser Shades of Evil spielt im Second Age, lange nachdem das technologisch hoch entwickelte First Age untergegangen ist. Für gewöhnliche Sterbliche sieht die Welt wie düstere Fantasy aus: Felder werden bestellt, alte Mächte gefürchtet und Menschen beten zu Kräften, deren wahre Natur sie kaum verstehen.

Unter dieser Oberfläche liegen jedoch Technologie und Geschichte verborgen, die den Blick auf die gesamte Welt verändern. Was für gewöhnliche Menschen wie Magie oder ein Wunder wirkt, kann seinen Ursprung in einer Vergangenheit besitzen, deren Technologie weit jenseits ihres Verständnisses liegt.

Angelions – Unsterbliche ohne festen Körper

Angelions gehören zu den wichtigsten und ungewöhnlichsten Charaktertypen des Spiels. Sie existieren als Informationsmuster statt als gewöhnliche biologische Wesen und können deshalb den Verlust eines physischen Körpers überleben.

Sie können zwischen verschiedenen Formen wechseln und Körper als Verbindung zur materiellen Welt verwenden. Die Identität eines Angelion ist damit wesentlich stärker von seinem aktuellen Körper getrennt als bei einem gewöhnlichen Rollenspielcharakter.

Vom Menschen zum Tier und zu anderen Formen

Ein Angelion kann durch unterschiedliche physische Gestalten in der Welt handeln. Dadurch können Charaktere die Welt über menschliche Körper, Tiere und andere Formen erleben.

Der verwendete Körper wird damit selbst zu einem Teil des Character Concepts und der Strategie. Geht eine Form verloren, bedeutet das nicht zwangsläufig das Ende des Charakters – angenehm ist es deshalb allerdings noch lange nicht.

Eine Welt unter dem Einfluss alter Gottwesen

Die Geschichte des Settings wurde von extrem mächtigen Wesen aus der alten Welt geprägt. Fortschrittliche Technologie verlieh ihnen praktisch gottgleiche Möglichkeiten, und ihre Entscheidungen formten sowohl den Untergang der alten Zivilisation als auch die Welt, die danach entstand.

Religion, Mythologie und Science Fiction greifen deshalb ständig ineinander. Der Engel oder Dämon, vor dem ein Dorf Angst hat, könnte eine Erklärung besitzen, die wesentlich näher an Informationstechnologie liegt als an traditioneller Zauberei.

Der große Krieg und eine Welt nach der Katastrophe

Angelions und die älteren Mächte existieren nicht in einer friedlichen Welt. Das Second Age wurde durch Katastrophen, Verrat und Konflikte zwischen Wesen geformt, deren Kräfte enorme Auswirkungen auf sterbliche Gesellschaften haben können.

Für den Game Master ermöglicht das sowohl lokale Geschichten als auch Kampagnen in deutlich größerem Maßstab. Ein Problem in einem einzelnen Dorf kann sich als Teil eines Konflikts herausstellen, dessen Wurzeln die gesamte Welt geprägt haben.

Science Fantasy statt traditioneller Fantasy

Lesser Shades of Evil ist kein klassisches Sword & Sorcery, auch wenn die Welt auf den ersten Blick mittelalterlich erscheinen kann. Die fantastischen Elemente des Settings sind eng mit den Resten einer technologischen Zivilisation verbunden.

Dadurch entsteht eine deutliche Science-Fantasy-Identität, in der alte Maschinen, digitale Wesen und technologische Wunder neben Dörfern, Religion und düsteren Legenden existieren.

Punktbasierte Character Creation

Charaktere werden über ein punktbasiertes System erschaffen, das sehr unterschiedliche Charaktertypen und Power Levels ermöglicht.

Die Regeln können sowohl gewöhnlichere Sterbliche als auch deutlich ungewöhnlichere Wesen wie Angelions und andere mächtige Charaktere abbilden. Dadurch kann die Gruppe selbst entscheiden, wie episch die Kampagne beginnen soll.

Das Ascent-System

Lesser Shades of Evil verwendet ein eigenes Regelsystem namens Ascent. Eine der zentralen Ideen besteht darin, dass die Spieler Einfluss darauf haben, wie riskant ein Wurf sein soll.

Statt immer dieselbe Würfelkombination zu verwenden, kann ein Spieler unterschiedliche Würfel wählen und damit zwischen einem stabileren Ergebnis und der Chance auf wesentlich spektakulärere Erfolge oder Fehlschläge abwägen.

W6, W10 und W20 als Risikoentscheidung

Das Ascent-System verwendet unter anderem W6, W10 und W20. Die Wahl der Würfel hängt damit zusammen, welches Risiko der Spieler eingehen möchte und wie extreme Ergebnisse möglich sein sollen.

Die Würfelwahl wird dadurch selbst zu einer Entscheidung. Manchmal möchte man auf Sicherheit spielen. Manchmal ist die Situation bereits so katastrophal, dass man genauso gut zum großen Würfel greifen und auf eine gute Geschichte hoffen kann.

Detaillierte Regeln für ungewöhnliche Charaktere

Lesser Shades of Evil gehört eher zu den detaillierteren Rollenspielsystemen. Das passt zum Setting, denn Charaktere können außergewöhnliche Formen, Kräfte und Möglichkeiten besitzen, die mechanisch unterstützt werden müssen.

Damit eignet sich das Spiel besonders für Gruppen, die große Geschichten mögen, aber gleichzeitig konkrete Regeln für Angelions, Technologie und besondere Fähigkeiten am Spieltisch haben möchten.

Eine Kampagne kann wesentlich bodenständiger beginnen

Obwohl Angelions zentral für die Identität des Spiels sind, können gewöhnlichere Charaktere ebenfalls als Einstieg in die Welt dienen. Der Game Master kann das Second Age zunächst wie ein geheimnisvolles Fantasysetting präsentieren und erst später enthüllen, was wirklich hinter seiner Geschichte steckt.

Das eignet sich besonders für Gruppen, die große Enthüllungen und Kampagnen mögen, in denen die vermeintlichen Wahrheiten der Welt Stück für Stück infrage gestellt werden.

Moralische Grauzonen

Wie bereits der Titel andeutet, spielt Lesser Shades of Evil in einer Welt, in der Macht und Moral nicht sauber in Helden und Schurken aufgeteilt sind. Wesen mit beinahe göttlichen Kräften besitzen eine Vergangenheit voller Entscheidungen, deren Ausmaß gewöhnliche Menschen kaum erfassen können.

Damit entstehen Geschichten über Verantwortung, Schuld und die Frage, was man mit enormer Macht tun sollte, nachdem frühere Besitzer bereits eindrucksvoll gezeigt haben, wie viel damit schiefgehen kann.

Ein außergewöhnliches Fantasysetting

Lesser Shades of Evil ist besonders interessant für Gruppen, die sich von der klassischen Kombination aus Elfen, Tavernen und Dungeon Crawls entfernen möchten. Das Setting nutzt Bilder aus der Fantasy, erklärt sie jedoch durch Science Fiction und postapokalyptische Ideen vollkommen neu.

So kann die Gruppe überzeugt sein, ein heiliges Relikt gefunden zu haben – bis jemand entdeckt, dass das Ding offenbar eine Benutzeroberfläche besitzt.

Lesser Shades of Evil von 2007

Lesser Shades of Evil wurde von Pierre Kakos geschrieben und 2007 von Eos Press veröffentlicht. Das Core Rulebook verbindet Setting, Character Creation und das Ascent-Regelsystem in einem umfangreichen Band.

Späteres Material erweiterte das Spiel zusätzlich um Möglichkeiten für größere Konflikte und besonders epische Kampagnen.

Gebrauchte Lesser Shades of Evil Bücher

Bei Epic Panda können immer wieder gebrauchte Lesser Shades of Evil Bücher auftauchen. Dazu können das Core Rulebook und weiteres Material für das Second Age und das Ascent-System gehören.

Das Sortiment verändert sich, wenn ältere Rollenspielsammlungen ihren Weg in unser Lager finden. Wenn ihr dunkle Science Fantasy, verlorene Technologie, digitale Gottwesen und Welten mögt, in denen „Engel“ vielleicht eher eine technische Beschreibung als eine religiöse Antwort ist, lohnt sich ein Blick auf Lesser Shades of Evil.